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Einigkeit und Recht und Freiheit!

einigkeit und recht und freiheit

Heute vor 29 Jahren fand die viele Jahrzehnte andauernde Teilung unseres Vaterlandes ein friedliches Ende. Damals, am 3. Oktober 1990, trat die DDR laut Einigungsvertrag offiziell der Bundesrepublik Deutschland bei. Gerade für die Ostdeutschen hat sich seitdem sehr viel verändert: Durch den Eisernen Vorhang getrennte Familien fanden wieder zusammen, freies Reisen in den Westen wurde möglich, das Meinungsklima vorerst freier und das Warenangebot wesentlich umfangreicher.

Zwar gab es in den 1990er Jahren längst keine „blühenden Landschaften“ in vielen Teilen der Ex-DDR, vielmehr Massenarbeitslosigkeit und auch Probleme zwischen Ost und West: Gerade in Dresden gelang es uns aber, wirtschaftlich enorm aufzuholen. Und doch scheint der äußeren, staatlichen Einheit noch immer nicht die innere, geistige Einheit zwischen Ost- und Westdeutschland gefolgt zu sein.

Abfällig ist heute wieder öfter im Westen das Wort „Dunkeldeutschland“ zu hören, wenn man vom Gebiet der Ex-DDR spricht. Besonders in Sachsen lassen sich die Bürger – wie auch 1989 – nicht den Mund verbieten und demonstrieren gegen den Wahnsinn der Masseneinwanderungspolitik von Merkels Gnaden. Dafür darf sich unsere Heimat als „brauner Schandfleck“ beschimpfen lassen! Demonstranten werden von einem SPD-Politiker sogar als „Pack“ bezeichnet. Ist das die Deutsche Einheit, von der wir 1989 so sehnsuchtsvoll geträumt haben? Wohl kaum!

Viele Ostdeutsche gewannen spätestens seit 2015 den Eindruck, dass ihnen mit aller Gewalt etwas aufgezwungen werden soll – so wie es auch vor 1989 der Fall war. Heute ist bloß nicht mehr vom „Sozialismus“, sondern von „bunter Vielfalt“ und „Multi-Kulti“ die Rede. Schon allein der Umstand, dass am 3. Oktober – also unserem, gemeinsamen deutschen Nationalfeiertag – zugleich der Tag der offenen Moschee in Deutschland zelebriert wird, spricht da Bände! Dürfen wir denn nicht einmal in Ruhe unseren eigenen Feiertag begehen, ohne mindestens indirekt wieder belehrt zu werden? Unter dem Banner des vermeintlichen „Antifaschismus“ wird indes heute wie damals alles bekämpft, was sich nicht den Vorgaben einer linken Gesellschaftsutopie beugen will. All diese Dinge erinnern viele gelernte DDR-Bürger in beklemmender Weise an die sozialistische Vergangenheit. Wir Deutschen brauchen endlich eine wahrhaftige Einheit – in Einigkeit und Recht und Freiheit!