Deutscher Bundestag Platz der Republik 1
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Wohlstand weckt Begehrlichkeiten und macht satt und träge.

Wer ist heute noch bereit, richtig zu arbeiten, in Vollzeit, voller Leistungsbereitschaft und Pflichtbewusstsein?

Stattdessen erleben wir die „Kein Bock auf Arbeit“-Mentalität, und wenn schon, dann möglichst nicht in Vollzeit, aber bei gutem Verdienst. Man möchte genügend Zeit für die scheinbar schönen Dingen des Lebens haben. Wohlstand für alle scheint für viele eine Gesetzmäßigkeit zu sein.

Durch die extreme finanzielle Umverteilung weg von der leistungsbereiten und wertschöpfend arbeitenden Bevölkerung hin zu den Nutznießern des Wohlfahrtsstaates, genießen heute zu viele Menschen die Vorzüge, ohne jemals was dafür getan zu haben. Ob sie heute konsequent nichts tun oder aber unbegrenzte Zeit studieren, um dann in irgendeinem überflüssigen, staatlich alimentierten Job zu arbeiten, ist im Endergebnis das Gleiche. Beide Gruppen sind nicht mehr bereit, eine Leistung zum Wohle der Gesellschaft zu erbringen.

Wenn aber immer weniger dazu bereit sind, wird der Umverteilungsstaat irgendwann implodieren. Aber wer soll unseren Wohlfahrtsstaat retten? Die wenigen, vor allem Älteren, werden sich bald aus dem Arbeitsleben verabschieden, die ganz wenigen leistungsbereiten Jüngeren sind dazu nicht mehr in der Lage.

Die Leistungsbereiten müssen wieder belohnt werden. Sie sind es, die den Wohlstand erzeugen. Um diese Menschen müssen wir uns besonders kümmern. Erst mit geschaffenem Wohlstand können wir uns auch gebührend um unsere Kranken und Schwachen kümmern. Schmarotzer dagegen müssen auch als solche behandelt werden.

Die Uhr tickt und es bleibt kaum noch Zeit zum Gegensteuern.